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Puderregen, Marmor-Chic und musikalische Badewannen

 

Das sind die aktuellen Trends und Inspirationen für Bäder, Fliesen und Armaturen

 

Duschen mitten im Regenwald von Costa Rica. Oder am Strand von Ko Samui. In Urlaubserinnerungen schwelgen, während eine sanfte Wasserwolke die Haut streichelt. Und darüber der blaue Himmel der subtropischen Regionen. Ein Traum? Nein, deutsche Badezimmer-Realität.

 

Die Badezimmer-Kreateure (einst Sanitärinstallateure) haben sich in jüngster Zeit einiges einfallen lassen, um die Räumlichkeiten, die ehedem vornehmlich der allmorgendlichen Katzenwäsche und der samstäglichen Wannensitzung dienten, zum zentralen Wohlfühlareal einer Wohnung werden zu lassen. Die oben genannte Dusche könnte überall stehen, in München-Neuhausen, im Oberland oder im Bayerischen Wald. Vorausgesetzt, die Wohnungsbesitzer haben ihre Urlaubsfotos auf einen Chip gebannt. „Das muss nicht sein“, widerspricht Klaus Guderley, ein Badezimmer-Experte aus dem Landkreis Dachau, „wir können auch jede andere Aufnahme verarbeiten.“ Die Fotos werden direkt auf großen Paneelen aus einer Aluminium-Kunststoff-Legierung gedruckt und an die Wand geklebt. Eine elegante Technik, die auch sehr praktische Vorteile hat: „Paneele sind fugenfrei und damit wesentlich pflegeleichter.“ Verfugte Fliesen müssten im Prinzip nach jeder Nutzung abgetrocknet werden, so der Praktiker. „Sonst dringt Wasser in die Fuge ein, sie bricht oder schimmelt.“ Die von ihm verwendeten Paneele können in jeder gewünschten Optik gestaltet werden, einfarbig, mehrfarbig, mit Stein- oder Holzmaserungen – oder mit Fotografien.  Auffällig ist, dass die namhaften Fliesenhersteller seit einiger Zeit immer größere Formate anbieten. Die Bremerhavener Nordceram hat zum Beispiel XXL-Fliesen in einer Größe von 120 Zentimeter auf 120 Zentimeter im Angebot, bei Villeroy & Boch liegen die größten Formate bei 60,5 Zentimeter auf 120,5 Zentimeter. Guderley hat schon Fliesen der Größe 120 Zentimeter auf 260 Zentimeter verarbeitet. Concera aus dem Bergischen Land entwickelt sogar Großformate von 100 Zentimeter auf 300 Zentimeter.

 

Fotografische Aufhübschungen der Badezimmerwelt setzen in der Regel auf Naturmotive – Natur spielt auch bei der aktuellen Ästhetik klassischer Steingutfliesen ein große Rolle. Das sächsische Kerateam setzt bei seiner Serie „Gaia“ (die sagenhafte antike Urmutter der Erde) auf erdige Grau- und Beigetöne, die schon erwähnten Nordceram-Designer kombinieren die Oberflächenmerkmale von kargen Materialien wie Zement, Beton und Kalkstein. Ähnlich verfährt der Traditionshersteller Steuler mit Serien wie Cardiff oder Cameo. Doch die Schwarzwälder haben auch Fliesen entwickelt, die mit Holzmaserungen arbeiten. Diese Serie nennt sich – wenig verwunderlich – „Schwarzwald“. Villeroy & Boch propagiert stattdessen „Marmor-Chic“: Farben, Strukturen und Maserungen sind von echtem Marmor praktisch nicht zu unterscheiden. Selbst die haptischen Eigenschaften der Fliese erinnern an das exklusive metamorphe Gestein. Allen Designer-Fliesen der Generation 2018 ist eines gemeinsam: ihre Klarheit, fast schon Schlichtheit. Klare Bauhaus-Formen dominieren auch bei den Armaturen. „Höchstens die Kanten sind abgerundet“, beschreibt Guderley die Linie der aktuellen Gestalter. Er verweist auf Stücke der Hersteller Hansgrohe, Steinberg oder auch des US-Produzenten Graff. Letztere haben einige ihrer Objekte mit einer speziellen Oberfläche versehen, die lästige Fingerspuren verschwinden lässt. Auch wenn der Luxus-Hersteller eine minimalistische Formensprache bevorzugt, geizt er keineswegs bei der Verwendung teurer Materialien. So hat Graff im vergangenen Jahr Sanitär-Armaturen mit einem gebürsteten 24-karätigen Goldfinish auf den Markt gebracht. Ziggy Kulig, Präsident und CEO von Graff, erklärte seinerzeit: „Momentan verzeichnen Designs, die Wärme und Opulenz ausstrahlen, ein bedeutendes Comeback. Goldfarbene Details sind sozusagen das Highlight dieses Trends.“

 

„Wir leben zwar in einer wohlhabenden Region, doch vergoldete Wasserhähne kommen bei uns eher sehr selten vor“, schmunzelt Guderley. Ihm ist Funktionalität wichtig. Auch beim oben beschriebenen Duschkopf der Marke Axor, der einen wolkenweichen „Puderregen“ produziert, weil das Wasser durch eine Unmenge winziger Strahldüsen in Mikrotröpfchen zerstäubt wird. „Wer meint, dass dadurch der Wasserverbrauch steigt, täuscht sich“, so der Bäderfachmann. Laut Hersteller sinkt der Verbrauch sogar um bis zu 20 Prozent.

 

Noch etwas anderes fällt auf: Die Dusche ist sehr leise. So leise, dass man ohne Probleme auch Nachrichten aus dem fiepsigen Handy-Lautsprecher verstehen könnte. Guderley kann bei einem derart antiquierten Ansinnen nur lachen. Er verweist auf eine „musikalische Badewanne“ in seinen Ausstellungsräumen, mit integrierten Bluetooth-Lautsprechern. „Da klingt meine Playlist wie aus einem Konzertsaal.“

 

Fast alle Badezimmer-Gerätschaften lassen sich mittlerweile per App steuern: der Wassereinlauf der Badewanne samt der Wassertemperatur oder die Sitzheizung und Höheneinstellung eines Hightech-WCs. Wie das des japanische Produzenten Toto: Deren Toilette erkennt dank Sensoren, wann der Deckel zu öffnen und zu schließen ist. Integriert ist zudem eine Dusche für den Intimbereich und ein Föhn zum anschließenden Trocknen. Klar, dass auch deutsche Topproduzenten wie Villeroy & Boch Techniktoiletten mit Softwaresteuerung anbieten. Guderley weist auf einen anderen, sehr praktischen Aspekt hin: „Beide Produkte kommen ohne Spülrand aus. Dadurch gibt es keine verborgenen Stellen für unhygienische Ablagerungen.“

 

Mundhygiene ist mindestens ebenso wichtig. Guderley nutzt die Anwendung seiner Zahnbürste, um den Putzzustand der Zähne sowie der Druck auf das Zahnfleisch zu analysieren. Auch die Raumtemperatur und die Heizung steuert er mit dem Handgerät. „Doch alle diese Daten liegen separat vor“, moniert der Technikfan, „für jede Anwendung benötigt man eine eigene App.“

Bis das durchdigitalisierte „Smart Bad“ Realität ist, scheint noch einiges Wasser durch die Badezimmer-Abflüsse zu fließen. Wer morgens von seinem Urlaub unter Palmen träumt, kann vermutlich auf die detaillierten Daten des eigenen Badezimmer-Verhaltens verzichten. Zumindest bis die morgendlichen 33-Minuten-Ferien (laut Nivea-Studie die durchschnittliche Aufenthaltszeit der Deutschen im Bad) vorbei ist. Horst Kramer

Da ist Musike drin: Badewanne mit integrierten Bluetooth-Lautsprechern, Massage- und Whirlpool-Düsen.
Foto: Horst Kramer

Bunt rund um das Jahr

 

In der kühleren Saison bringen Heidepflanzen Farbe in den Garten

 

Die Nächte sind schon spürbar kühler, die Blumen der vergangenen Monate stellen ihre Blüte ein. Zwar ist die üppige Blütenpracht des Sommers vorbei, trotzdem muss niemand auf farbige Blüten verzichten. Gerade aus der Familie der Heidepflanzen gibt es eine ganze Reihe robuster Herbstblüher in den verschiedensten Farben. Darauf weist der Bayerische Gärtnerei-Verband hin. Die Besenheide oder Calluna (abgeleitet vom griechischen kallos, was so viel bedeutet wie „Schönheit“) sind die bekanntesten und verbreitetsten unter ihnen. Sie blühen ab Ende August und eignen sich für die Bepflanzung von Gefäßen ebenso wie für die Gestaltung von Beeten. Seit einigen Jahren werden die Callunen hauptsächlich als „Knospenblüher“ angeboten. Diese Sorten öffnen ihre Blüten nie komplett, so dass sie über Wochen nicht verblühen. Dem Betrachter schenken sie dennoch ihre ganze Farbenpracht – denn schon die Knopsen tragen die klassischen Blütenfarben der Heide, als stünden sie in voller Blüte. Eine andere Variante sind Heide-Sorten, die leuchtend hellgrüne Blättchen haben. Sie sorgen in diesem Fall nicht mit ihren Blüten, sondern mit ihren Zweigen für zusätzliche Farbenvielfalt im Heidebeet oder Pflanzgefäß. Aufmerksamkeit verdienen über die Herbstheide hinaus auch weniger bekannte Heidearten. Dazu gehören zum Beispiel die irische Heide (Daboecia), sowie die Schneeheide (Erica carnea), die – wie der Name erkennen lässt – später mit der Blüte beginnt als die meisten Callunen. Dafür sind beide Heidearten attraktiv für Bienen, die in dieser Jahreszeit ansonsten wenige Blüten finden können. Denn so robust sie dem Wetter trotzen: Werden sie in den Garten ausgepflanzt und sollen dort über Jahre immer wieder neu erblühen, dann danken sie es, wenn man ihre Vorliebe für einen humosen, nicht zu kalkhaltigen Boden berücksichtigt.

 

Winterheide blüht später

 

Beliebt ist eine Kombination der früh blühenden Besenheide mit der später blühenden Winterheide (Erica carnea), die auch starken Frost verträgt. Sie ist ab September im Handel erhältlich. Die ersten Blüten in Weiß, Rosa oder Rot öffnen sich ab November und sehen im Gegensatz zu den sternförmigen Calluna-Blüten glockenförmig aus. Die Hauptblütezeit dauert von Dezember bis in den April. Winterheide gedeiht am besten auf torfhaltigem Boden, kommt aber auch mit typischer Gartenerde zurecht. Als dauerhafter Bodendecker eignet sie sich besonders gut für halbschattige Standorte, wo sie im Sommer nicht der Mittagssonne ausgesetzt ist.

Für eine stimmungsvolle Herbstbepflanzung sind Heidekräuter wegen ihrer haltbaren Blüten in warmen Farben die perfekte Wahl.
Foto: GMH/ Rudolf Schubert Fotografie

Englische Heide wächst buschig

 

Die Englische Heide (Erica darleyensis) ist als Kreuzung aus der heimischen Schneeheide und der aus wärmeren Gefilden stammenden Purpur-Heide (Erica erigena) entstanden. Die Pflanzen wachsen zu kompakten Büschen heran und werden in England für niedrige Hecken verwendet. Die Blüten in kräftigen Farben zeigen sich von Oktober bis Mai, sofern die Pflanze einen geschützten Standort hat, und lassen sich gut mit Frühlingsblühern kombinieren. Dabei wird die Blütenfarbe immer intensiver, je älter die Englische Heide ist. Tipps, Bastel-Anleitungen und Wissenswertes zum Thema Heide gibt es im Internet unter www.heidetrends.de.   Mep