ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG

Liebe Kulturveranstalter,

 

der nächste kulturBOGEN erscheint am 29. Mai 2018 und umfasst den Zeitraum bis 25. Juni 2018. Eingangsschluss für Pressematerial, Fotos und Anzeigenbuchung ist der 23. Mai 2018. Senden Sie bitte bis dahin Ihre gesamten Unterlagen an: kulturBOGENstarnberg@sueddeutsche.de.      

 

Herzliche Grüße, Ihr kulturBOGEN-Team

Foto: privat

Haleh Gallery präsentiert in der Einzelausstellung PULSE Werke (2011 bis 2017) der Künstlerin Hanieh Delecroix, deren  künstlerische Praxis stark geprägt ist durch ihre professionelle Erfahrung als Psychotherapeutin und –analytikern. So gehen in ihren Arbeiten die Psychoanalyse, das Schreiben und Malen eine symbiotische Verbindung ein. Daraus entstehen die Bilder der Künstlerin, als Zeichnung, Text, Fotografie, Installation oder Video. Die 1974 in Teheran geborene Künstlerin lebt und arbeitet in Paris. In der Einzelausstellung PULSE zeigt Haleh Gallery noch bis 11. Mai eine große Übersicht der Arbeiten der Künstlerin, in deren Werken deutlich die Farben Schwarz und Blau dominieren. Verschiedene Blautöne, Ultramarin, Nacht- und Tiefblau werden mit dem Spachtel aufgetragen und erzeugen eine abstrakte Formensprache. Für ihre Arbeiten verwendet Delecroix oft das fragile – aber auch zähe – Material Papier, das bisweilen verknittert, eingerissen, zerrissen und transparent ist. Durch seine Beschaffenheit nimmt das Papier die Funktion der menschlichen Haut an, die als äußerer Spiegel der Seele von Falten, Narben und Spuren erzählt, die das Leben hinterlassen haben. Hanieh Delecroix: „PULSE“ bis Fr., 11.5., in der Haleh Gallery, Aufkirchner Str. 4, 82335 Berg; Öffnungszeiten: Do. und Fr., 11 bis 16 Uhr, oder nach Vereinbarung.

THEMENREIHE

Noch bis Fr., 11.5. zeigt das Theaterforum Gauting im Bosco, Bürger- und Kulturhaus Gauting die Ausstellung „Hoffnung trotz allem“ über jüdisches Leben in Bayern ab 1945. Sie enthält Bilder und Erinnerungstexte aus dem DP-Lager Gauting. Die Informationstafeln vermitteln eine Vorstellung davon, wie sich Überlebende des Holocaust wieder ein einigermaßen normales Leben aufgebaut haben. Als die Amerikaner am 30. April 1945 Gauting besetzten, übernahmen sie auf dem Areal der heutigen Asklepios-Klinik ein Lazarett, das sie zum DP-Hospital für lungenkranke Displaced Persons (DPs) erklärten. Als solche wurden nach Kriegsende alle ausländischen Zivilpersonen bezeichnet, die sich durch Kriegseinwirkungen Orten außerhalb ihrer Heimat aufhielten. Ehemalige Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene, die meistens unfreiwillig während der Kriegsjahre nach Deutschland gekommen waren.

Die Patienten im DP-Lager Gauting waren unter anderem befreite ehemalige Insassen des KZ Dachau, einige mit jüdischer Herkunft – gezeichnet vom Todesmarsch, vielfach schwer krank und fast verhungert. Zur Ausstellung gibt es ein vielseitiges Begleitprogramm: zu Gast zum „Tee bei Sabine“ erzählt Estera Silber, deren Eltern sich im DP-Lager in Gauting kennenlernten, vom jüdischen Leben ihrer Familie in Gauting (So., 6.5., 17 Uhr); das Paar Rudi Raab und Julie Freestone lesen aus ihrem Roman „Der Stolperstein“, der auf beider Lebensgeschichte basiert (Mi., 9.5., 20 Uhr). Am Fr., 11.5., um 11 Uhr führt das Pantaleon Figurentheater im Rahmen einer Schulvorstellung für Jugendliche ab 14 Jahren das Stück „Wenn du einmal groß bist“ (s. Foto) auf. Vorlage für das Stück ist das Kinderbuch von Bedrich Fritta für seinen Sohn, entstanden 1944 im Konzentrationslager, versteckt und nach Kriegsende ausgegraben von einem überlebenden Freund.

Ein Buch als einziges Zeugnis von Eltern für ihr Kind – ein Kind, das der Hölle entkam, ein Kind, das, traumatisiert, als Erwachsener nirgends wirklich heimisch werden konnte und sagte, sich eigentlich überall ein wenig schlecht zu fühlen.

Foto: Dominik Alves

KONZERTE

Foto: privat
Foto: Privat

KABARETT

Hirnklopfen: Jetzt mal Hand aufs Hirn – oder raucht Ihnen schon das Herz? Kann man Herzschmerz einfach wegklopfen? In seinem zweiten Soloprogramm zwischen Chanson und Musikkabarett nimmt Felix Oliver Schepp sich zwei Dinge vor: Den Verstand und das Gefühl. Mit schrägen Liedern und skurril-poetischen „Scheppsons“ macht der Kabarettist sich auf die Suche nach dem richtigen Maß. Er singt von Kindern, die bis zur Kritikunfähigkeit hochgelobt werden und bittet den Heiligen Perfektus um Ablass. Er treibt die Geltungssucht der Generation Individuell so weit, dass das narzisstische Mauerblümchen seinen Ausweg im Pflanzendünger sucht. Er appelliert, sich nicht auszuruhen auf diesem ewigen „Bleib wie Du bist!“. Weg von der Engstirnigkeit! Für ein bisschen mehr Großherz. Ohne gleich den Kopf zu verlieren. Und das von ganzem Herzen. Do., 26.4., um 20 Uhr im Vitus-Stüberl von Monis Brettl im Oberen Wirt Gilching www.kulturmoni.de

Foto: Brustmann

Fuchs-Treff – nix für Hasenfüße: Schreit der Fuchs frühmorgens im Hühnerstall: raus aus den Federn! Mit schlauen Texten, frechen Liedern, viel Witz und dabei immer klug, streift Josef Brustmann – Musikkabarettist und Mitglied des Bairsch Diatonischen Jodelwahnsinns – ausgefuchst durchs wildwüchsige Lebensunterholz. Er findet immer was und zieht dem Leben das Fell über die Ohren, schaut nach, was darunter ist, und macht sich aus dem Balg einen warmen Kragen. Mit dabei sind circa ein halbes Dutzend originell-schräge Instrumente, betörender Gesang und so ein Pfeifen ...Mi., 9.5., 19.30 Uhr im Pfarrstadel Weßling, www.unserdorf-wessling.de.

Foto: Veranstalter

LANGE NACHT

Fotos: Veranstalter

Eine klingende Familienangelegenheit: Das GinzelDuello sind Vater und Sohn am Cello –professionell, außergwöhnlich und gut. Reiner Ginzel ist Professor an der Münchner Musikhochschule, sein Sohn Hans-Henning Ginzel ist Cellist und Komponist. Gemeinsam spielen sie Werke von Bach, Haydn, Mozart, Tschaikowsky, Dvorak sowie Stücke ihrer neuesten CD „Violon2ello“.

Das Konzert „Von Romberg bis Ginzel – verschiedene Komponisten“ kann man erleben am Fr., 27.4., 19.30 Uhr, Theatersaal des Augustinums Ammersee, Am Augustinerberg 1, 86911Dießen.

Foto: Lena Semmelroggen

Marcio Schuster Trio – Lässiger Jazz trifft auf Einflüsse klassischer Musik, um von brasilianischen Rhythmen getragen zu werden, die dem Bossa Nova, Forró, Samba, Choro und anderen entlehnt sind. Jedes Stück lädt dazu ein sich die Frau, der es gewidmet ist, im Kopf vorzustellen, nur um ihn dann auszuschalten und zu fühlen, was die Musik in einem selbst bewirkt. „Für wen“ fragt das neue Album der Münchner Jazzband Marcio Schuster Trio, wenn man den Titel des Werkes „PraQuem“ aus dem Portugiesischen übersetzt. Zu finden sind zehn Antworten, allesamt Eigenkompositionen des Saxophonisten Marcio Schuster, die er gemeinsam mit dem Multiinstrumentalisten Ludwig Himpsl Horn/Perkussion/Schlagzeug) und seinem Landsmann Henrique de Miranda an der Gitarre eindrucksvoll interpretiert. Der Kulturverein Herrsching präsentiert dieses außergewöhnliche Konzerterlebnis zwischen technischer Finesse, höchsten musikalischen Ansprüchen und viel Gefühl, das einen abwechselnd sinnieren und kaum stillsitzen lässt. Am So., 29.4., kann man das Marcio Schuster Trio live erleben um 17 Uhr im Kurparkschlösschen Herrsching. Infos unter www.kulturverein-herrsching.de

Foto: Barbara Schmidt

„Ich war von der Welt abgesondert, niemand in meiner Nähe konnte mich an mir selbst irremachen und quälen und so musste ich original werden“ – diese Worte stammen vom österreichischen Komponisten Joseph Haydn. Wie er ihre Bedeutung in Musik darzustellen vermochte, davon kann man sich bei dem Klavierkonzert von Christiane Behn ein Bild machen. Im Rahmen ihrer „Verbeugung vor Haydn“ spielt die gefeierte Hamburger Pianistin, präsentiert von den KunstRäumen am See, Werke von Haydn, Brahms und Schubert, am So., 27.5. um 18 Uhr im Orlandosaal in der Städtischen Musikschule Starnberg.

AUSSTELLUNGEN

Ein langer Abend voller Musik, Poesie und Tanz: Die 2. Gilchinger Lange Nacht der Kunst und Kultur ist eine Benefizveranstaltung des Kunstforums Gilching e.V. Dieses lädt am 5. Mai ein zu wunderbarem Swing, zu Klaviermusik, Jazz, Kids in Concert, Lesung und zu einem Schachspiel in 29 Zügen – ein getanztes Königsspiel des Ballettensembles der Musikschule Gilching (Choreographie von Hannelore Husemann-Sieber) zur Musik von Dmitrij Schostakowitsch (24 Präludien für Klavier, op. 34). Moderieren werden den Abend Ann Schneidt und Elizabeth Hopkins. Die Spenden gehen an das Mutter-Kind-Haus in Gilching. Im Mutter-Kind-Haus Gilching finden Frauen aus dem Landkreis Starnberg mit ihrem Kind beziehungsweise ihren Kindern oder schwangere Frauen Aufnahme, die vorübergehend in eine persönliche Notlage geraten sind.
Sa., 5.5., ab 18 Uhr, in der Aula des Christoph-Probst-Gymnasiums, Gilching; www.kunstforum-gilching.de.

Ach wie gut, dass – so lautet der Titel der aktuellen Ausstellung in der Reihe „nah –fern“ in der Schalterhalle im historischen Bahnhof in Starnberg. Noch bis Mo., 21.5., zeigen der Künstler Ulrich Langenbach und der Fotograf Patrick Saringer ihre Installationen respektive Bilder. Am Freitag hat die Ausstellung von 16 bis 18 Uhr, am Wochenende von 14 bis 18 Uhr geöffnet.