ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG

Liebe Kulturveranstalter,

 

der nächste kulturBOGEN erscheint am 26. Juni 2018 und umfasst den Zeitraum bis 23. Juli 2018.
Kontakt: kulturBOGENstarnberg@sueddeutsche.de.
      

 

Herzliche Grüße, Ihr kulturBOGEN-Team

Foto: „Wagner“, Digitalcollage von Ernst-Hermann Ruth.

Kreatives Fest

18 Jahre Ateliertage in der Reismühle Gauting vom 8. bis 10. Juni 2018
 

Die 18. Ateliertage in der Reismühle Gauting vom 8. bis 10. Juni sind der perfekte Auftakt der Kulturwoche Gauting: 31 KünstlerInnen – eine spannende Mischung aus langjährigen „Reismühlern“ und neueren Ateliernutzern – plus ein Gast werden hier an drei Tagen eine Riesenauswahl an kreativen Ideen zeigen.
 

Am Eröffnungstag startet zugleich das zehntägige Programm „Kultur vereint Gauting“ mit einem Bläserensemble der Musikschule Gauting–Stockdorf und einem Kurzvortrag der archäologischen Gemeinschaft Gauting. Die Bigband der Musikschule wird zudem am Samstag spielen. Die Ateliertage laden dazu ein, abzutauchen in die Welt der Malerei, Grafik und Fotografie sowie der Skulptur, Plastik und des Schmuckdesigns. Auch für den Nachwuchs wird heuer eine Plattform geschaffen: Die Schule der Fantasie Gauting und Stockdorf präsentiert sich im Bootshaus. Und wem das noch nicht reicht, der kann einige Künstler auch im Rahmen der Kulturwoche Gauting in ihren Ateliers sowie bei Ausstellungen im bosco und im Rathaus von 8. bis 17. Juni 2018 treffen.

 

Öffnungszeiten: Fr. 17-21 Uhr, Sa/So 11-19 Uhr, Führungen jeweils 12 und 15 Uhr. Eröffnung der Kulturwoche Gauting mit Musik: Fr. ab 17 Uhr. Bigband-Konzert: Sa. ab 19 Uhr. Infos: www.reismuehle.eu.

JUNISPIELE

Foto: Ernesto Gelles

KABARETT

Sprachgewaltig und scharfzüngig: Sigi Zimmerschied kommt aufs Schiff am Schilf und bringt Satire auf höchstem Niveau mit auf die Planken des Museumsschiffs in Tutzing am Kustermannpark. Dabei hat er die mit bösem Witz gespickte Geschichte des Komparsen dabei, dessen Leben ein einziges Schleichen und Nichtauffallen, ein sich Verstecken und ein Gehorchen ist. Zimmerschied erzählt, liest und spielt die tragikkomische Geschichte des in einer Faschingsnacht geborenen Sohnes einer Sanitätshausbesitzerin und eines Lageristen. Und dessen Koordinaten nicht zuletzt deshalb tragischerweise Pappnase und Totenlicht sind.

Kabarett: Sigi Zimmerschied – Der Komparse, Fr., 15.6., 20.30 Uhr. www.museumsschiff-tutzing.de.

PROGRAMM

Ateliertage 2018
 

31 KünstlerInnen
3   Häuser
3   Tage Kunst

 

Fr., 8. Juni

17-21 Uhr: Offene Ateliers

17 Uhr: Auftakt der Kulturwoche Gauting, Einführungsvortrag der Archäologischen Gemeinschaft Gauting, musikalische Begleitung durch das Bläserensemble der Musikschule Gauting-Stockdorf im Innenhof
 

Sa., 9. Juni

11-19 Uhr: Offene Ateliers

19 Uhr: Konzert der Bigband der Musikschule Gauting-Stockdorf
 

So., 10. Juni

11-19 Uhr: Offene Ateliers

Ort: Reismühle Gauting, Reismühle 1, 82131 Gauting

KONZERTE

Rhythmische Inspirationen: „Terms & Conditions“ ist das zweite Trio-Album des Musikers Guido Spannocchi und stellt eine Recherche verschiedener Lullabies in zeitgenössischem Jazzkontext dar. Inspirationen – gesammelt auf Tourneen in Brasilien und Osteuropa – kombiniert mit ausgefallenen harmonischen Strukturen bewegen sich im Spannungsfeld der einfach gehaltenen Melodien und dem improvisatorischen Zusammenspiel dieses Trios. Am Pulsschlag des englischen Jazz zeigt der in London lebende Spannocchi eine neue Perspektive und geht seinen eigenen ganz individuellen Weg. Das Trio mit Guido Spannocchi (Altsaxophon), JJ Stillwell (Kontrabass) und Filippo Galli (Schlagzeug) bewegt sich dabei mit seinem Repertoire stilsicher zwischen Hard Bop, Avant Garde und Groove. Konzert: So., 3.6., 18 Uhr. Eintritt frei, Spenden erwünscht. Infos: www.kulturverein-herrsching.de.

Foto: Veranstalter
Foto: privat

Einzigartig bearbeitet: Seit seiner Gründung 1986 gehört das Ma‘alot Quintett international mit zu den führenden Kammermusikensembles. Das Repertoire des Ensembles umfasst die gesamte Bläserquintett-Literatur von der Klassik bis zur Avantgarde. Einzigartig sind die von Ulf-Guido Schäfer dem Quintett „auf den Leib“ geschriebenen Bearbeitungen. In den Jahren 2006 und 2010 hat das Ensemble den begehrten Echo Klassik Preis für seine Dvorak- und Rossini erhalten.

Konzert:  Das Ma‘alot Quintett spielt Werke von Reicha, Jolivet, Ravel & Piazolla. Mi, 9.6., 20 Uhr. bosco, Bürger- und Kulturhaus Gauting, Infos: www.bosco-gauting.de.

Jung und wild

KunstRäume am See präsentieren vom 7. bis zum 24.6. „Juni Spiele Schön Jung“ am Starnberger See
 

An fünf Tagen und fünf Orten zeigen junge Künstlerinnen und Künstler mit Literatur, Musik, Poesie und Performance, was sie können und sie bewegt. Poetry Slam im Jugendtreff, Lyrik und Märchen im alten Gemischtwarenladen, ein Spiel mit ungewöhnlichen Stoffen im Modeatelier und Geschichten der wilden 68er im Kulturbahnhof – so vielseitig die Orte sind, die Elisabeth Carr (KunstRäume am See) immer wieder entdeckt, so vielseitig ist die junge Kunst und Kultur in der Region. Zum vierten Mal werden heuer vom die „“Juni Spiele Schön Jung““ am Starnberger See präsentiert.
 

Fünf Veranstaltungen stehen im Juni auf dem Programm. Auftakt macht am 7. Juni die Slamlegende Ko Bylanzky mit bekannten Poeten sowie Newcomer*innen. Im Starnberger Jugendtreff Nepomuk geben sie Gedichte, Kurzgeschichten, Rappverse und szenische Monologe zum Besten.
 

Am 9. Juni heißt es in der ehemaligen Starnberger Gemischtwarenhandlung „Biller“ an der Hauptstraße  „Kommt einkaufen“. Schauspielerin und Performerin Judith Huber präsentiert mit ihren Kindern Henriette und Joseph in dem verwunschenen Ladenraum Lyrik, Märchen und literarische Texte, darunter Märchen von Grimm und Andersen sowie Gedichte von Ringelnatz.
 

Am 15. Juni laden die Studentinnen Johanna Winkler und Lucy Reynolds in den Kunstraum5 und veranstalten ein „Spiel mit ungewöhnlichen Stoffen“ und Materialien. Vivienne Westwood gilt als eine der weltweit einflussreichsten Modedesignerinnen. Ihr vielschichtiges Leben spiegelt sich im Aktivismus, in der Mode und Kunst wider. Die Studentinnen haben sich lange mit der Erfinderin der Punkmode auseinandergesetzt. Ergebnis: Eine ungewöhnliche Performance mit Überraschungen, Visuals und wilder Punkmusik.
 

Berühmt wurde Stefanie Sargnagel durch ihre Facebookposts. Am 22. Juni liest die österreichische Autorin aus ihrem jüngsten Werk, den „Statusmeldungen“. Auch hier seziert sie gesellschaftliche Befindlichkeiten und bezieht Position.
 

Zum Abschluss der Junispiele präsentiert Psychologin und Kunsttherapeutin Almut Ladisisch-Raine Geschichten aus ihren wilden 68ern. Dazu gibt es Visuals von Verena Fincke und Music von D.J. Carr. „Ohne die 68er ist unser Leben heute nicht zu denken. Die alten 68er waren wichtige Wegbereiter“, sagt Elisabeth Carr.
 

Infos: www.kunstraeume-am-see.de

PROGRAMM

Juni Spiele Schön Jung 2018
 

7. Juni, 20 Uhr

Poetry Slam – great and young, Slamlegende Ko Bylanzky mit bekannten Poetinnen und Poeten und ambitionierten Newcomer*innen.

Jugendtreff Nepomuk, Nepomukweg 19, Starnberg
 

9. Juni, 17 Uhr

Ein schöner, alter Gemischtwarenladen. „Wir spielen Einkaufen“ mit Judith Huber und den Kindern Henriette und Joseph.

Gemischtwarenladen Biller, Hauptstr. 25, Starnberg
 

15. Juni, 20 Uhr

Mode = Kunst und Kultur, ein Spiel mit ungewöhnlichen Stoffen – Vivienne Westwood mit Lucy Reynolds und Johanna Winkler.

Kunstraum5, Josef-Jägerhuber-Str.5, Starnberg
 

22. Juni, 20 Uhr

Stefanie Sargnagel liest aus „Statusmeldungen“.

Hotel Bayerischer Hof, Bahnhofplatz 12, Starnberg
 

24. Juni, 19 Uhr

Love, Peace, Revolution – forever young. Almut Ladisisch-Raine liest und erzählt Geschichten aus den Jahren des Aufbruchs und wie es weiterging. Verena Fincke Visuals, D.J. Carr Music.

Kulturbahnhof Starnberg im Wartesaal für allerhöchste Herrschaften, Bahnhofplatz 5, Starnberg

BUCHTIPP

Die letzten Jahre der Andechser

 

In seinem historischen Roman „Die letzten Jahre der Andechser“ (Bauer Verlag) erzählt Wolfgang Schüle über Macht und Schicksal der bayerischen Adelsdynastie. Von alters her herrschen die Herzöge von Andechs-Meranien über das Land um den Ammersee, und darüber hinaus über Istrien und Ländereien in Norditalien, in ständiger Rivalität mit den bayerischen Wittelsbachern. Ein privilegiertes Leben mit einem einzigen Ziel: Fortbestand und Stärkung der Dynastie – ohne Rücksicht auf persönliche Wünsche.

Foto: Bauer Verlag

Auch Heinrich, Sohn Herzog Bertholds IV., wird auf dieses Leben vorbereitet: Höfisches Leben in Paris und Wien, Kampfausbildung und ritterliche Minne prägen ihn, aber auch Intrigen, Mordversuche, persönliche Schicksalsschläge. Der grausame Tod seiner Schwester, der Bann des Papstes nach dem Attentat auf den König und eine tragische Liebe überschatten sein Leben. Nach dem Tod des Vaters setzt er seine ganze Kraft daran, dessen Vermächtnis zu erfüllen, Einfluss und Macht der Dynastie zu mehren und durch eigene Nachkommen zu sichern. Doch seine – vom Vater arrangierte – Ehe mit Sophie von Weichselburg bleibt kinderlos. Auch seine Brüder bleiben ohne männliche Nachkommen. Und so erlischt das Geschlecht der Andechs-Meranier.