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Textiler Boden im Trend

 

Teppichböden sind vielseitig, modern – und spürbar angenehm

 

Modern, dezent zurückhaltend oder laut, ob Langflor, Vintage oder Eyecatcher im Patchwork-Look – abgepasste Teppiche gehören zu den textilen Trends am Boden und gestalten die eigenen vier Wände wohnlich und individuell. Als eigenständiges Wohnaccessoire erleben Teppiche zurzeit ein Revival und passen sich perfekt in jedes Wohnambiente ein, denn die Auswahl an Farben, Formen, Größen und Oberflächen ist unendlich. Textiles für den Boden ist vielfältig und modern und hat sehr viel mehr zu bieten als der althergebrachte Läufer aus Flur und Diele.

Klein und fein.

 

Wenn der Platz knapp ist, braucht man gute Ideen und eine noch bessere Planung. Dann lässt sich‘s auch in kleinen Küchen bestens kochen

 

Je weniger Raum, desto klüger muss man planen. Das gilt für kleine Räume generell, aber für Küchen ganz speziell. Denn: Manche Sachen müssen einfach drin sein – etwa Herd, Kühlschrank, Spüle, Regale. Dann heißt es: geschickt anordnen und individuell einrichten. Die Innenarchitektin Annette Schürzinger aus München hat dafür ein paar Tipps zusammengestellt.

 

Gut durchdenken

Das A und O bei kleinen Küchen ist die Planung. Deshalb sollte man sich unbedingt schon im Vorfeld gut überlegen, was drin sein muss und worauf man eventuell verzichten kann. Welche Geräte müssen untergebracht werden? Worauf legen die zukünftigen Köche besonderen Wert? Was braucht Stauraum und wie viel? „Eventuell sollte man auch vor der Küchenplanung zusammen mit einem Innenarchitekten darüber nachdenken, ob vielleicht der Grundriss etwas optimiert werden kann“, sagt die Planerin. Dabei spielen viele verschiedene Faktoren eine Rolle. Ist die Küche abgetrennt? Könnte man den Raum zum Beispiel zu einem Wohn-Esszimmer öffnen und damit etwas mehr Platz schaffen? Gibt es ungenutzte Nischen, die in die Küche integriert werden können?

Profi-Ordnung in der Küche dank Apothekerauszug.
Foto: AMK

 Kombigeräte und hohe Regale

Platz nach oben ist fast immer. Und den kann man bei kleinen Küchen nutzen mit deckenhohen Regalen und Schrankwänden. Ganz oben ist Platz für alles, was man nicht täglich braucht, weiter unten werden die Gegenstände und Utensilien für den täglichen Gebrauch platziert. Auch Dachschrägen lassen sich mit individuell gearbeiteten und genau eingepassten Möbeln gut nutzen. Auf Griffe, die in den Raum hineinragen, und seien es nur ein paar Zentimeter, verzichtet man am besten und setzt stattdessen auf grifflose Varianten. Was die Geräte betrifft, empfiehlt die Innenarchitektin wenn möglich Kombigeräte, etwa einen Backofen mit Mikrowellenfunktion oder einen Kochendwasserhahn, um die Arbeitsfläche möglichst frei von Geräten zu halten.

 

Stauraum-Kniffs

Es gibt jede Menge tolle Ideen, um Stauraum zu schaffen und Platz zu sparen: Apothekerauszüge brauchen in der Breite nur ein paar Zentimeter, nutzen aber die volle Tiefe der Küchenzeile. Mit cleveren Eckschranklösungen lassen sich auch in Ecken Töpfe, Pfannen oder sonstige Küchengeräte verstauen. Weitere kluge Kniffs: eine zusätzliche ausziehbare Arbeitsplatte, Sockelschubladen, ein Tisch, der eingeklappt werden kann, eine Spüle, die als Abtropffläche dient oder auf die ein Schneidebrett aufgelegt werden kann, eine durchdachte Schubladenunterteilung für mehr Ordnung in den Schubläden. Oder, so die Expertin: „Das Essbesteck in den Tisch auslagern, wie früher, als alle Tische mit Besteckschublade ausgestattet waren.“ Möglicherweise kann man auch noch mehr Kücheninventar in angrenzende Räume der Wohnung oder des Hauses auslagern, Gläser etwa oder Geschirr, zumindest, wenn es der Platz dort zulässt. Auch Wände oder die Decke könnten als Aufbewahrungsorte einbezogen werden, etwa dank Hängeelementen oder schmaler Wandregale.

Farbe und Optik

 

Klare Linien und eine ruhige Optik lassen die Küche im Raum zurücktreten und fügen sich besser in die umgebende Wohnlandschaft ein. „Bei eher offenem Wohnraum und Küche kann man auch den Boden vom Wohnraum in die Küche weiterziehen, um den Raum insgesamt großzügiger wirken zu lassen“. Bei der Farbwahl setzt die Expertin auf dezenten Look, was aber nicht unbedingt hell heißen muss. Grau steht einer kleinen Küche ebenso gut wie Weiß, Hauptsache die Optik ist einheitlich.

Als eigenständige Wohnaccessoires erleben Teppiche zurzeit ein Revival.
Foto: Findeisen / heimtex.de

In klassischen Formaten oder mit Teppichfliesen als Freestyle-Variante, die mit organischen Formen spielt, individuell gestaltet mit edlen Einfassungen, nach Wunschmaß oder fertig konfektioniert – Teppiche passen sich dem persönlichen Stil und eigenen Ideen an. Bei der Gestaltung gilt: erlaubt ist, was gefällt. Clean und kühl mit geometrischen Elementen, wild gemustert oder floral-üppig, ein- oder mehrfarbig. Doch nicht nur das Design macht Teppiche zu einem beliebten Gestaltungselement im Raum, sie bringen auch eine warme Atmosphäre auf jeden noch so harten Holz- oder Kunststoffboden. Gemütlich, fußwarm und nicht zuletzt mit positiven Auswirkungen auf die Akustik sorgen sie für eine angenehme Raumatmosphäre und stehen als ausdrucksstarke Ergänzung für ein harmonisches Gesamtbild in Kombination mit jedem anderen Bodenbelag.

Ein Fall für den Profi 

 

Was tun bei eingefrorenen Leitungen und geplatzten Rohren? Und wie kann man sich am besten schützen?

 

Es ist der blanke Horror für jeden Haus- oder Wohnungsbesitzer: ein Wasserfleck an der Decke, unübersehbar. Rasch wird er größer und schon bald fängt es an zu tropfen. Geliebte Möbelstücke oder der Fernseher sind in Gefahr. Tropfen für Tropfen verrinnt der Traum vom Traumhaus.

Jetzt ist rasches Handeln gefragt, damit der Schaden nicht wirklich zum Albtraum wird. Steht Wasser im Keller, kann es lebensgefährlich werden: denn erreicht das Wasser elektrische Leitungen oder Steckdosen, könnte bei Kontakt ein Stromschlag die Folge sein. Bei massivem Wassereinbruch sollten daher die Sicherungen sofort abgeschaltet werden – falls dies durch den Fehlerstrom-Schutzschalter nicht schon automatisch passiert ist. Außerdem sollte der Wasserzufluss so schnell wie möglich beendet werden. Falls man sich unsicher ist, woher das Wasser kommt, sollte der Haupthahn abgedreht werden. Bei Überschwemmungen durch einen Rohrbruch, Starkregen oder verstopfte Abflüsse ist die Feuerwehr gefragt, die schnell größere Wassermengen abpumpen kann. Bei kleineren Lecks reicht es, die Zuleitung abzudrehen und einen Installateur zu rufen. Danach sollte die Versicherung informiert werden, da sie möglicherweise den Schaden begutachten will. Fotos sind oft hilfreich, um die entstandenen Schäden zu dokumentieren. Dann erst sollte mit dem Aufräumen begonnen werden.

Mauerwerk und Böden müssen gründlich getrocknet werden, um Gefahren für die Gesundheit durch Schimmelbildung zu vermeiden. Außerdem kann durch Feuchtigkeit in Böden und Mauerwerk die Bausubstanz Schaden nehmen. Folgekosten, die durch unsachgemäße oder nicht erfolgte Trocknung entstehen, werden von der Versicherung meist nicht abgedeckt.

 

Lüften oder Kondensationstrockner reichen zur Beseitigung der Feuchtigkeit oft nicht aus. Eine auf Gebäudetrocknung spezialisierte Firma verfügt über verschiedene Techniken zum Trocknen von Böden und Wänden. Zum Trocknen des Bodens wird zumeist über Schläuche trockene warme Luft aus einem speziellen Bautrockner in die Estrichschicht geblasen oder die feuchte Luft wird abgesaugt. Wand- und Deckenflächen werden durch Kondensations- oder Absorptionstrockner getrocknet. Manchmal ist es auch notwendig, das Mauerwerk mit Infrarotstrahlern zu erwärmen und zu trocknen.

 

Schäden durch Leitungswasser gehören zu den häufigsten Versicherungsfällen. Im Jahr 2016 summierten sie sich auf fast 2,6 Milliarden Euro, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft mitteilt.

 

Im Winter ist eingefrorenes Wasser, das Leitungen und Rohre zum Platzen bringt, häufig die Ursache für Wasserschäden. Um dies zu verhindern, sollten Hausbesitzer darauf achten, dass die Temperatur in der Leitung nicht unter den Gefrierpunkt sinkt. Zudem werden im Handel Kälteisolierungen für Außenleitungen angeboten. Eine kostengünstige Variante sind Rohrisolierungen in Form vom Matten, die teurere Möglichkeit sind beheizbare Rohre. Am einfachsten vermeidet man geplatzte Rohre, wenn man zu Beginn der Frostperiode die Wasserhähne öffnet und die Leitungen leer laufen lässt. Wenn das vergessen wurde und eine Leitung offensichtlich eingefroren ist, bedeutet es nicht gleich einen Rohrbruch. Durch Abdrehen des Haupthahns und Öffnen des Wasserhahns an der betroffenen Leitung kann bei langsamen Erwärmen des Bereiches ein Brechen der Leitung oft vermieden werden.

 

Wer den Verdacht auf ein Leck in der Wasserleitung hat, kann dies schnell anhand des Wasserzählers überprüfen: Läuft der Wasserzähler, obwohl der Wasserhahn geschlossen ist, tritt irgendwo Wasser aus der Leitung aus, was auf einen Rohrbruch schließen lässt. Ist das der Fall, sollte der Haupthahn sofort wieder zugedreht und ein Installateur benachrichtigt werden.

 

Alterserscheinungen der Rohre aus Kupfer, Edelstahl oder Kunststoff sind heute nur noch selten die Ursache von Rohrbrüchen. Doch bei der Verlegung können Fehler passieren. Eine fehlerhaft ausgeführte oder vergessene Löt- oder Pressnaht kann bei Druck bersten. Beim Neubau oder Leitungsaustausch wird daher häufig das ganze System einer Druckprobe mit Wasser oder Luft unterzogen.