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So haben Diebe keine Chance

 

Organisierte Banden haben Zugreisende im Visier – ein Polizeiexperte erklärt, wie die „Arbeit“ der Kriminellen funktioniert und wie man sich schützt

 

Am Bahnhof haben Diebe oft leichtes Spiel. Denn im Gedränge fällt es kaum auf, wenn sie gekonnt in den Rucksack oder die Tasche greifen, um Gegenstände herauszuziehen. Doch auch in Fernzügen wird geklaut. Hier nehmen die Täter meist gleich den ganzen Koffer mit. Andreas Roßkopf, Mitglied des Bezirksvorstands der GdP Bundespolizei, spricht im Interview über die Täter, deren Vorgehensweise und die Möglichkeiten, sich vor Diebstahl zu schützen. 

Foto: Pixabay

Diebe sind darauf trainiert, schnell in offene Taschen zu greifen.
Foto: Adobe Stock

Herr Roßkopf, was wird an Bahnhöfen alles geklaut?

Das häufigste Delikt ist der Taschendiebstahl. Die Täter haben es nicht auf die Tasche selber abgesehen, sondern auf die Wertsachen, die darin sind. Im Fachjargon heißt das „ziehen“. Das Portemonnaie, das Handy oder der Laptop werden gezogen, also herausgenommen und geklaut. Dass die Handtasche oder das Gepäckstück mitgenommen werden, kommt am Bahnhof selten vor.

 

Wo sind die Täter besonders gerne unterwegs?

Die Zahl der Diebstähle ist an großen Bahnhöfen, wie etwa München, deutlich höher, aufgrund der Anzahl der Reisenden. Aber auch in Regionen wie im Rheinland oder dem Ruhrgebiet, wo sehr viele Städte und somit auch Bahnhöfe nah beieinander sind, wird gerne geklaut. Hier können die Täter nach der Tat mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr schnell wieder verschwinden. Das macht es uns als Polizei deutlich schwerer, sie zu fassen, selbst wenn der Diebstahl schnell bemerkt wird.

Tolles Sommerfest
im Johanniter-Haus

 

Ende Juni kamen viele Gäste, Bewohner und Mitarbeiter,
um in Herrsching zusammen das 12. Sommerfest zu feiern

Sonne pur gab es zum Sommerfest im Juni! Die Feier begann mit der Begrüßung durch die Einrichtungsleitung Martina Eßbach und einem Ökumenischen Gottesdienst mit Fürbitten, die von Bewohnern, ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeitern vorgetragen wurden.

Die gesamte Veranstaltung wurde musikalisch von der Herrschinger Blaskapelle unter der Leitung von Gabrielle von Dehn begleitet.

Der Klinik Clown „Boby“ sorgte mit seinen Zauberspielen und Überraschungen für viel Spaß und Freude bei den Bewohnern und Kindern. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, es gab reichlich zu essen und trinken. Der Kuchen wurde von ehrenamtlichen Mitarbeitern und einigen Angehörigen gespendet.

 

Angefangen von Obstkuchen über Quarkkuchen bis hin zu Schwarzwälderkirschtorte war für jeden etwas dabei. Zum Abendessen wurde Gegrilltes angeboten, dazu gab es ein reichhaltiges Büfett, Salate und vieles mehr.

 

Das ganze Team vom Johanniter-Haus hatte sich bei der Gestaltung richtig ins Zeug gelegt. Leiterin Martina Eßbach und ihre Mitarbeiter freuten sich über den Zuspruch, den dieses Sommerfest erfuhr. Viele Gäste waren gekommen, allen voran Bürgermeister Christian Schiller und Altbürgermeister Adolf Wexlberger. Auch die Mitglieder des Kuratoriums, des Freundeskreises und ehrenamtliche Mitarbeiter waren dabei. 

 

Wir sagen danke an alle Helfer  und Spender für das gelungene Sommerfest!

 

Das Team des
Johanniter-Hauses Herrsching

Wer sind die Täter – Gelegenheitstäter oder organisierte Banden?

Wir haben es meist mit professionellen, osteuropäischen Banden zu tun. Um möglichst unerkannt zu bleiben, wechseln die Gruppen häufig den Standort. Die Diebe, die vor Ort „arbeiten“, werden regelrecht ausgebildet. Selbst wenn man einen Diebstahl sofort bemerkt: In dem Moment, in dem man sich umdreht, hat der Täter die Geldbörse schon an einen Zweiten übergeben und der gibt sie an einen Dritten. Dadurch ist es schwer, den Dieben etwas nachzuweisen oder die Beute wiederzufinden. Zum Teil handelt es sich bei den Tätern sogar um Kinder unter 14 Jahren. Selbst wenn wir sie erwischen, kann man sie strafrechtlich nicht belangen.

 

An großen Bahnhöfen sind mittlerweile Ermittlungseinheiten im Einsatz, die es auf Taschendiebe abgesehen haben. Was ist deren Aufgabe?

Die Einsatzkräfte beobachten den Raum und halten nach Verdächtigen Ausschau. Sie versuchen möglichst unbemerkt zu bleiben. Denn bei den gut organisierten Banden sind einige nur damit beauftragt, aufzupassen, ob sich Polizeikräfte nähern. Sobald ein Polizist erkannt wird, egal ob in Uniform oder in Zivil, wird die Aktion abgebrochen. Um möglichst effektiv zu arbeiten, sind die Ermittlungseinheiten deutschlandweit vernetzt. So können Informationen ausgetauscht werden. Das bedeutet: Ist etwa jemand in München auffällig geworden, teilt man das den Kolleginnen und Kollegen in Duisburg mit und umgekehrt ebenso. Dennoch ist es eine schwierige Aufgabe. Der Einsatz der Truppen zeigt jedoch Erfolg. Denn auch wir arbeiten natürlich professionell und die Banden lassen sich davon durchaus abschrecken.

 

Man hört immer öfter von Diebstählen im ICE. Ist das ein zunehmendes Problem?

Ja, leider. Das liegt an den immer volleren Zügen. Das Gepäck darf man nicht im Gang stehen lassen, also legt man es oft in große Gepäckfächer oder stellt es an den Ein- oder Ausgang vom Abteil. Dadurch hat man es nicht im Blick. Was man wissen muss: Geklaut wird nur bei einem Halt. Die Täter steigen ein, nehmen sich einen Koffer und steigen wieder aus. Sie fahren also nicht mit oder wenn, dann nur kurze Strecken. Es handelt sich um dieselben Banden wie am Bahnhof. Sie haben ein geschultes Auge und erkennen sofort, wenn der Besitzer nicht auf seine Sachen achtet. Bis das Opfer den Diebstahl bemerkt, fährt der Zug längst wieder.

 

Wie steht es denn um Diebstähle in Regionalzügen?

Ein Taschen- oder Kofferdiebstahl im Regionalverkehr ist selten. Was allerdings häufiger passiert, sind Diebstähle beim Ein- oder Aussteigen. In dem Moment ist das Gedränge groß und die Menschen stehen nah beieinander. Das ist der Moment, in dem die Diebe zuschlagen, da sich alle nur darauf konzentrieren, heraus- oder hineinzukommen.

 

Wie kann man verhindern, dass man am Bahnhof oder im Zug bestohlen wird?

Am Bahnhof ist es wichtig, den Rucksack oder die Tasche nicht auf dem Rücken oder nach hinten zu tragen, sondern nach vorne. Oder man klemmt sie unter den Arm. Fährt man im ICE und hat den Koffer nicht neben oder über sich, kann man während eines Halts einfach aufstehen, über seinen Sitz gucken und auf den Koffer achten. Täter merken sofort, wenn jemand wachsam ist und lassen die Finger vom Gepäckstück. Hat man seine Sachen an seinem Platz, möchte aber aufs WC oder ins Bordrestaurant gehen, ist es immer noch die beste Lösung, den Sitznachbarn zu bitten, Acht zu geben. In den meisten Fällen passiert dann nichts.

 

Musik und Gäste machten das Sommerfest der Johanniter zum vollen Erfolg.     Foto: JHH