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Zum Anwalt, sobald Geld weg ist

 

Der Begriff Phishing setzt sich aus den Wörtern „Password“ und „Fishing“ zusammen  und richtet regelmäßig großen Schaden an

 

Phishing ist der Versuch, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen an Zugangsdaten zu kommen, meist in der Absicht, diese missbräuchlich zu verwenden“, informiert Rechtsanwalt Philip Koch aus Berlin, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft IT-Recht im Deutschen Anwaltverein (DAV). Mit gefälschten E-Mails versuchten Kriminelle, die Empfänger dazu zu bewegen, ihnen Zugangsdaten zum Online-Banking oder anderen Online-Diensten mitzuteilen.

 

Der Begriff Phishing setzt sich aus den englischen Wörtern „Password“ und „Fishing“ zusammen. „Phishing tritt vor allem dort auf, wo es um Zahlungsdienste oder Warenbestellung geht“, sagt der Rechtsanwalt. Die Phishing-Mails sehen meist aus als kämen sie von Banken,  Zahlungsdiensten oder großen Onlineshops. Das Problem: Phishing-Mails sind auf den ersten Blick meist nicht als solche zu erkennen. Vielfach ahmen die Kriminellen die Farben, das Logo und das Layout des angeblichen Absenders täuschend echt nach und fälschen Webseiten.

 

Phishing richtet regelmäßig großen Schaden an. Wer auf eine Phishing-Mail reagiert und seine Zugangsdaten herausgegeben hat, sollte schnellstmöglich sein Passwort ändern. Ist ein Login nicht mehr möglich oder hat man sogar eine TAN offengelegt, gilt, schnellstmöglich das Konto sperren zu lassen. Fehlt Geld auf dem Konto, ist es Zeit, einen Anwalt einzuschalten. 

Foto: Pixabay

Die wichtigste Regel, um Phishing-Mails zu erkennen, lautet deshalb: Seien Sie besonders kritisch, wenn Sie ohne ersichtlichen Anlass aufgefordert werden, sensible Daten zu verwenden. Haben Sie Ihre Zugangsdaten zu Onlineshopping-Seiten oder zum Online Banking herausgegeben, gilt es, schnell zu handeln. Loggen Sie sich umgehend auf der Anbieterseite ein und ändern Sie Ihr Passwort. Ist ein Login nicht mehr möglich, zählt jede Minute. Falls es um ein Nutzerkonto geht, lassen Sie dieses sperren. Die Zeit drängt besonders, wenn Sie eine TAN offengelegt haben – sie gilt als digitale Unterschrift. Rufen Sie in diesem Fall Ihre Bank an und lassen Sie sofort ihr Konto sperren.

 

„Ist das Geld einmal weg, ist es nur sehr schwer wiederzubekommen“, sagt der Rechtsanwalt aus Berlin. „Die Banken erstatten den Schaden in der Regel nicht freiwillig, wenn Sie PIN und TAN herausgegeben haben.“ Die Hintermänner beim Phishing sind meist nicht zu ermitteln. Selbst wenn die Täter überführt werden, lohnt es sich wirtschaftlich oft nicht, Ansprüche im außereuropäischen Ausland geltend zu machen. Er rät, dennoch eine Strafanzeige zu stellen.

Eine Anwältin oder ein Anwalt kann Sie dabei begleiten. Anwälte wissen auch, was man tun kann, wenn das Geld weg ist und welche Belege man zum Beispiel aufbewahren muss. Rechtlich gegen die Bank oder Hintermänner beim Phishing vorzugehen ist juristisch eine knifflige Angelegenheit.

 

Die wichtigste Regel lautet deshalb: Seien Sie besonders aufmerksam, wenn Sie ohne ersichtlichen Anlass aufgefordert werden, sensible Daten zu verwenden. Alle E-Mails, vor allem solche von Absendern, die man nicht persönlich kennt, sollte man immer kritisch betrachten.