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Vitamin-D-Touren

 

Wandern mit der Wintersonne in Oberbayern und im grenznahen Tirol

 

Wer kennt sie nicht, die Nebelschwaden, die sich auch bei Hochdruck über München legen wie ein eisgrauer Mantel? Da hilft nur die Flucht ins nahe Oberland, das oft schon jenseits von Holzkirchen eitel Sonnenschein bereithält … oder auch einmal die Fahrt tiefer hinein ins Gebirge. Der Winterwanderführer aus der Berg Edition Reimer (einem Imprint des Frischluftverlags) bietet wunderbare Anregungen für insgesamt 43 schönste Vitamin-D-Touren von November bis März. Darunter sind 15 sonnensatte Wanderungen im Alpenvorland, 13 Bergwanderungen sowie 15 Hüttentouren, bei denen sich der Anstieg per pedes (oder auch einmal mit der Bergbahn) auch kulinarisch lohnt. Die einfachen Spazier- und Wanderwege durch die Sterntaler Filze bei Bad Feilnbach oder das Murnauer Moos oder einfach die Isar (ab Kloster Schäftlarn) entlang sind auch mit Kinderwagen zu bewältigen. Überhaupt kommen die Kids nicht zu kurz, wenn sie etwa rund um den Schliersee dem Baumerlebnispfad folgen oder beim Rodeln den Aufstieg zur Mariandlalm (sehr guter Schweinebraten dort) vergessen. Manchmal muss man aber noch höher hinaus, um die Sonne zu erwischen. Der Wanderführer hat einige sonnenbestrahlte Aufstiege im Angebot. Zum Beispiel das Sonntagshorn, einen Gipfel der Chiemgauer Berge, dessen Jausenstation ab Weihnachten täglich geöffnet hat, oder der Vorzeigeberg Gebra bei Fieberbrunn, wo eine empfehlenswerte Hütte auf den Winterwanderer wartet. Auch Hochgernhaus und Brünnsteinhütte haben den ganzen Winter über geöffnet. Dennoch muss man natürlich immer erst nach den Schnee- und Wetterverhältnissen fragen, bevor man im Winter einen Gipfel erklimmt. Aber dann heißt es Vitamin D satt dank inversionsbegünstigter Höhenlage. Und die Natur? Profitiert von den sonnenhungrigen Wanderern mehr als von Alpinläufern, die auf Schneekanonen angewiesen sind. 

Michael Reimer

Wandern mit der Wintersonne. Berg Edition Reimer, 2017. 19,95 Euro

Geschmeidiger Wohlklang

 

Mit diesen drei Weihnachts-CDs gelingt die Einstimmung aufs Fest wie von selbst

 

Aller guten Dinge sind drei. In diesem Fall sogar noch ein bisschen mehr. Schenken Sie doch drei Alben in wohlkalkulierter Dramaturgie: Die „Winterreise“ mit dem britischen Tenor Mark Padmore stimmt ein in die kalte Jahreszeit, deren Höhepunkt ja das Weihnachtsfest ist. Padmore singt so zurückhaltend, so elegant und geschmeidig, dass die von Schubert beschworene „düstere Stimmung“ sich (nahezu) verflüchtigt. Es bleibt: eine glasklare Stimme, die sich mit dem zarten Timbre des historischen Hammerklaviers (Kristian Bezuidenhout) zu unbeschreiblichem Wohlklang verbindet.

Über die „Weihnachtskantaten“ wird sich freuen, wem das Weihnachtsoratorium allmählich auf die Nerven geht – entschuldigen Sie, verehrter Bach, Sie können ja nichts für den alljährlich wiederkehrenden Murmeltiereffekt! Sie haben so viel mehr zu bieten als das ewige „Jauchzet, frohlocket!“, und wenn Philippe Herreweghe mit seinem Collegium Vocale Gent aufspielt, stellt sich Weihnachtlichkeit ein, ganz ohne das verstörende Déjà écouté des immer auf den gleichen Kanon setzenden Klassikbetriebs. Das Album besteht übrigens aus zwei CDs, eine schöne Zugabe ist das Magnifikat, das am 1. Weihnachtsfeiertag vor genau 295 Jahren zum ersten Mal erklang und nichts von seiner frommen Frische eingebüßt hat.

Zum dritten Hörgeschenk imaginieren wir folgende Situation: Die Lieben sind im Bett, die Küche ist wieder einmal aufgeräumt, im Glas funkelt der Single Malt: Endlich Zeit für Ruhe und die Besinnung auf das, was Weihnachten für einen selbst bedeutet. „The Mystery of Christmas“ mit den britischen Ora Singers unter der Leitung von Suzi Digby verhält sich zum klassischen Weihnachtswohlfühlgedudel wie ein echter Nürnberger Lebkuchen (Bäckerei Mirus: fünf Sterne!) zum Discounter-Surrogat: Alte und zeitgenössische Chormusik in spannendem Kontrast und immer wieder überraschender Wendung. Wie man sich über das Wunder der Menschwerdung und Geburt vor Überraschung eigentlich gar nicht fassen kann! lle CDs sind bei Harmonia Mundi erschienen. 

Foto: Berg Edition Reimer

Foto: Harmonia Mundi