ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG

Liebe Kulturveranstalter,

 

der nächste kulturBOGEN erscheint am Dienstag, 29. Oktober 2019,  und umfasst den Zeitraum  bis  25. November 2019.   Eingangsschluss für Pressematerial und Anzeigenbuchung ist der 19. September 2019. Kontakt:   kulturBOGENstarnberg@sueddeutsche.de.  

Herzliche Grüße, Ihr kulturBOGEN-Team

MUSIK & COMEDY

Eine „Welt.Reise“ zum kleinen Jubiläum – Die Gilchinger Kunst- und Kulturwoche, organisiert von der Gemeinde Gilching in Kooperation mit örtlichen Kulturschaffenden, feiert in diesem Jahr ein kleines Jubiläum. Bereits zum fünften Mal findet das Festival heuer statt, und zwar vom 11. bis 20. Oktober. Unter dem Motto „Welt.Reise“ gibt es auch diesmal wieder viel zu entdecken: Musik, Literatur, Tanz, Kunst, Theater, Kabarett, Film, Ortsgeschichte und Vorträge sind geboten. Die Veranstaltungen finden an verschiedenen Orten in Gilching statt, Hauptspielorte sind der Veranstaltungssaal im Rathaus und die Aula im Christoph-Probst-Gymnasium. Eröffnet wird die Kunst- und Kulturwoche am Fr., 11. Oktober im Rathaus mit dem Konzert von „Quadro Nuevo“ und einem Rahmenprogramm mit Erik Berthold und Jonglage-Performance. Am Samstag geht es weiter mit der Vernissage zur Ausstellung von Rose Zaddach und dem Konzert von Benjamin Moser am Klavier. Nach dem Erfolg der vergangenen beiden Jahre wird es im Rathaus auch wieder einen Kinder- und Jugendkulturtag im Rahmen der Kunst- und Kulturwoche geben. Hier können die Kleinen (und Großen) auf „Welt.Reise“ gehen und selbst zum Künstler werden. Lichtmalerei, Mal- und Bastelangebote, Spiele, Jonglage und Akrobatik sowie das Kindertheaterstück „Der kleine Muck“ sind geboten. Weitere Highlights sind unter anderem das Gastspiel von Andreas Martin Hofmeir (Foto), Gründungsmitglied von LaBrassBanda, am Fr., 18.10., der Besuch der Schauspielerin Luisa Wöllisch in der Filmstation (Die Goldfische, Mi, 16.10.) sowie eine szenische Lesung mit Musik über Anton Tschechow am Sa., 19.10. Das komplette Programm und alle Infos unter www.kulturwoche-gilching.de.

 

Foto: privat

Was treibt den Mann von heute an? Sind es noch immer Fußball, Bier und Sex? Oder ist ein echter Mann heute nur, wer Vollbart trägt, Zigarren raucht, pokert und ein Haus gebaut hat? Fest steht: Die Anforderungen an Männer ändern sich beinahe so schnell, wie Frauen ihre Meinung wechseln. Die Schuld daran tragen aber die Männer selbst. Sie verdrängen ihr Alter, färben ihre Haare, rasieren ihre Brust, absolvieren den Iron Man, brauen Bier, mähen den Rasen, wechseln Windeln – und dabei fehlt ihnen schlicht die Zeit für das Wesentliche: sich selbst. Das Schweizer A-Cappella-Comedy-Quintett Bliss schaut der Wahrheit über das Mann-Sein höchstvergnüglich ins Gesicht am Do., 10. Oktober um 20 Uhr im Kulturforum Planegg.

 

LESUNG

Literarisches Erkundungswochenende am Starnberger See:  Im Rahmen des „Literarischen Herbsts“ wird erstmalig in direkter Zusammenarbeit mit dem Haus Buchenried der Münchner VHS ein ganzes Wochenendprogramm vom 27. bis 29. September entwickelt, das selbst Eingeweihte wie Einheimische überraschen dürfte. Da ist nicht nur die Aura des Eisenbahnpioniers Himbsel, der einen Schnittpunkt zwischen sichtbarem Zeichen der Industrialisierung einerseits und einem Treffpunkt der Künstler andererseits verkörpert. Zu den Entdeckungen gehört auch ein Roman über König Ludwig II. – man glaubt es kaum – eines japanischen Arztes, Dichters, Übersetzers und Kritikers: Mori-Ôgai, Bücher des im 19. Jahrhundert höchst populären, jedoch etwas in Vergessenheit geratenen Schriftstellers Friedrich Wilhelm Hackländer, der in Leoni gestorben ist, ebenso Texte von Carry Brachvogel sowie anderen Gästen, die im Gästebuch der Familie Weinmann verzeichnet sind. Ihr hat der seinerzeit bedeutende Münchner Architekt und Städteplaner Theodor Fischer, ein Mausoleum im Anwesen errichtet. Das Haus Buchenried verkörpert einen höchst verdichteten Kunstraum – mit Salon, Kegelbahn und Aussichtsterrasse, ebenfalls samt und sonders Spielorte dieses poetischen Wochenendes: „Gebaute Gedanken“, wie es der Architekt Theodor Fischer nennt. Durch das Wochenende führen Elisabeth Carr und Gerd Holzheimer. Anmeldungen über Haus Buchenried der Münchner Volkshochschule, externe Teilnahme ohne Übernachtung möglich.

 

 

 Von verlockenden Angeboten und ihren Folgen: Der Münchner Autor Christoph Poschenrieder kommt Di., 15. Oktober in die Gilchinger Buchhandlung Leselust, um sein neuestes Werk „Der unsichtbare Roman“ vorzustellen. Starnberger See 1918: Der Bestsellerautor Gustav Meyrink erhält in seiner Villa ein Angebot vom Auswärtigen Amt: Ob er – gegen gutes Honorar – bereit wäre, einen Roman zu schreiben, der den Freimaurern die Verantwortung für das Blutvergießen im Ersten Weltkrieg zuschiebt. Der ganz und gar unpatriotische Schriftsteller und Yogi kassiert den Vorschuss – und bringt sich damit in Teufels Küche. Christoph Poschenrieder, geboren 1964 bei Boston, studierte Philosophie in München und Journalismus in New York. Die Lesung beginnt um 19.30 Uhr, um Anmeldung wird gebeten.

 

Foto: Bliss

FESTSPIELE

AUSSTELLUNG

Mythische Welten ins Hier und Jetzt geholt: In der Einzelausstellung „Mythic Worlds“ gibt Henri Deparade einen wichtigen Einblick in sein künstlerisches Schaffen. Der Titel der Ausstellung weist auf Deparades Reflektionen der mythologischen Protagonistinnen und Protagonisten der griechischen Sagenwelt in seinen künstlerischen Werken hin. So begegnen wir in der Ausstellung beispielsweise den Heldinnen und Helden der griechischen Mythologie Elektra, Narziss und Medea. Seit ihrer Entstehung in der Antike, haben die Charaktere aus der Mythologie nichts von ihrer Aktualität eingebüßt und inspirieren bis in unsere Gegenwart zeitgenössische Kunst- und Literaturproduktion. In seiner künstlerischen Umsetzung der antiken Heldinnen und Helden erschafft Deparade eine künstlerische Symbiose zwischen den Medien Malerei und Zeichnung. Farbe und Linie gehen ein dynamisches Zusammenspiel ein und sind kaum mehr voneinander zu trennen. Naturalistisch anmutende Körper und Gesichter verschmelzen durch den expressiven Einsatz von Form und Farbe zu abstrakten eigenständigen Gebilden und erschaffen neue ausdrucksstarke Kompositionen. Bildinhalt, Linie, Form und Farbe sind autonome Bildmittel, die in ihrer symbiotischen Verbindung zum schöpferischen Element in Henri Deparades mythischen Bildwelten werden. Die Ausstellung „Mythic Worlds“ ist noch bis Fr., 8. November in der Haleh Gallery in Berg zu sehen.

 

 

Das Bühnenbild des Brandner Kaspars von 1999 wird wieder so gebaut.
Foto: Andreas Arneth

Feiern mit Kaspar
und Pfeiffer

Die Weilheimer Festspiele haben heuer
20. Jubiläum

 

Der Brandner Kaspar ist so bekannt und populär, dass man seine Geschichte nicht extra erzählen muss. Das 20-jährige Bestehen ist Anlass, dieses anrührende Meisterwerk um Leben und Tod, Himmel und Erde, Jungsein und Altwerden wieder auf die Bühne zu bringen. Mit dem Theaterstück wird eine Etappe beendet, mit der die Weilheimer Festspiele 1999 ihren Anfang nahmen. Damals wusste noch niemand, dass die Reise 20 Jahre dauern könnte – fast so lang wie die zusätzliche Lebenszeit, die der Brandner Kaspar dem Boandlkramer beim Kartln abgeluchst hat. Inszeniert wird das Stück von Yvonne Brosch, die am Residenztheater München über 700 Mal die Rolle von Brandners Enkelin Marei gespielt hat. Die Vorstellungen finden, wie 1999 auch, in der urigen Großen Hochlandhalle Weilheim statt.

Nicht weniger bekannt ist die charmante und unverwüstliche Penäler-Komödie „Die Feuerzangenbowle“, die im Dezember zu sehen sein wird: Der Schriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer wagt dieses Experiment als Oberprimaner „Hans Pfeiffer - mit drei F“. Das melanchonisch-schöne an dieser Geschichte ist, dass auf der Bühne zu lebendigen Bildern wird, was sich Dr. Johannes Pfeiffer in launiger Herrenrunde und bei Laune machender Feuerzangenbowle nur ausgedacht hat. Und das alles mit Orchester und schöner Musik aus vergangenen Zeiten.
Mehr Infos unter www.weilheimer-festspiele.de (kein Kartenverkauf über Internet!)

MUSTIKFESTIVAL

KONZERT

Bereits zum 22. Mal werden in Erinnerung an Brahms tiefe Verbundenheit zum Starnberger See und dem Voralpenland die Tutzinger Brahmstage veranstaltet. Bei der diesjährigen Konzertreihe stehen wieder einmal nicht nur Werke von Brahms im Mittelpunkt, sondern auch klassische Stücke von Robert und Clara Schumann sowie von bedeutenden Komponisten des 20. Jahrhunderts. Hauptspielstätte des vom Freundeskreis Tutzinger Brahmstage in Kooperation mit den „KunstRäumen am See“ von Elisabeth Carr veranstalteten Musik-Festivals ist traditionell Schloss Tutzing. Zum Auftakt am 13. Oktober bringt die junge Sopranistin Katharina Konradi Lieder von Brahms sowie von Robert und Clara Schuman zu Gehör.

(Nicht nur) dem Meister zu Ehren

Lesung, Kino, und viel Musik verschiedener Epochen –
Die Tutzinger Brahmstage vom 13. bis 27. Oktober warten mit einem hochkarätigen Programm auf

 

Foto: v. Albertshofer u. Braun

Begleitet wird sie von Professor Eric Schneider am Klavier. Auf dem Programm stehen neben vielen bekannten Brahms-Liedern auch einige seiner Volkslied-Vertonungen. Am 15. Oktober heißt es „Brahms und Briefe“: In der Tutzinger Galerie am Rathaus liest die bekannte Schauspielerin Franziska Bronnen aus dem Briefwechsel von Johannes Brahms mit Clara Schumann. Die georgische Pianistin Ani Takidze wird dazu mit den Klavierstücken op. 118 und op. 119 traumhaft schöne Juwelen des Spätwerks von Brahms erklingen lassen. Das dritte Konzert am 20. Oktober gestaltet der aktuell viel gefeierte Starpianist Florian Uhlig – in Tutzing schon mehrfach zu Gast – im Duo mit dem Violin-Virtuosen Linus Roth. Sie spielen in der Evangelischen Akademie unter anderem die Sonate d-moll, op. 108 von Brahms sowie die Sonate G-Dur von Maurice Ravel. Am 25. Oktober heißt es wieder „Brahms meets Jazz“ mit dem Diogenes Streichquartett und Andreas Kripal am Klavier sowie dem viel beachteten Max Grosch Jazz-Quartett.

Wie jedes Jahr geht das Festival auch diesmal ins Kino. So ist am Morgen des 27. Oktober auf großer Leinwand im historischen Kurtheater Tutzing „Wären nicht die Frauen“, ein Dokumentarfilm von János Darvas zum 100. Todestag von Brahms zu sehen. Am Abend wird mit dem Niederländer Teunis van der Zwart am Naturhorn eine Darbietung geboten, die nur wenige Interpreten beherrschen: Er spielt auf einem ventillosen Horn alles von nur einem Grundton aus. Mit Franziska Hölscher an der Violine und Severin von Eckardstein am Klavier werden Stücke von Brahms und Schumann sowie von György Ligeti zu hören sein.
Mehr Infos: www.tutzinger-brahmstage.de und auf facebook: Musikfestival Tutzinger Brahmstage.

 

 

In den Gassen und Tavernen des Südens: Mit rassiger Gitarre, ausdrucksvollem Tanz, virtuosem Violoncello und Gesang begeben sich die Musiker auf eine Tour, die durch den Süden Spaniens führt. Weit jenseits ausgetretener Touristenpfade von Sonnenanbetern und Pauschalangeboten treffen sie dabei auf eine magisch-poetische Bilderwelt, auf spannende, interessante Geschichten über Land und Leute, Geschichten über Poeten und Banditen, Heilige und Sünder – Geschichten aus dem Süden. Daraus formen die Künstler ein Klanggemälde aus bittersüßer Sinnlichkeit, purer Lebensfreude und Leidenschaft. Kenntnisreich, humorvoll und kurzweilig moderiert Ricardo Volkert dabei den Abend in den Gassen und Tavernen des Südens. So., 19. Oktober um 20 Uhr, Kaminzimmer des Kurparkschlösschens in Herrsching.